Schmuckbild

Tipps zum richtigen Umgang beim Glasrecycling

Die Deutschen sind spitze im Glasrecycling. Rund 97 Prozent aller Haushalte bringen ihr Altglas zum Sammelcontainer. Im Landkreis Altenkirchen gibt es hierzu derzeit rund 230 Glascontainerstandorte. Doch beim Glasrecycling gibt es einiges zu beachten:

Das gehört in den Sammelcontainer …

Getränkeflaschen, Konservengläser, Marmeladengläser – kurz: alle Glasver-packungen, die der Abfüllung von Lebensmitteln und Getränken gedient haben. Auch pharmazeutische Verpackungen wie Behälter für Hustensaft oder Augentropfen können mit dem Recyclingglas entsorgt werden.

Das gehört auf keinen Fall zum Recyclingglas …

Grundsätzlich gilt: Was nicht durch die Öffnung passt, gehört auch nicht in den Container, zum Beispiel Fensterglas und Spiegel. Glühbirnen passen zwar hinein, werden aber über den Restabfall entsorgt. Energiesparlampen und Neonröhren können am Umweltmobil oder am Betriebs- und Wertstoffhof Nauroth abgegeben werden. Auf keinen Fall zum Recyclingglas dürfen übrigens Porzellan, Steingut und Keramik. Ähnliches gilt für alle Behältnisse aus Bleikristall wie Blumenvasen, Aschenbecher oder Weingläser. Das betrifft auch alle anderen Trinkgläser sowie feuerfestes Glasgeschirr.

Farben richtig trennen …

Die sorgfältige Trennung nach Farben spielt beim Glasrecycling eine wichtige Rolle. Weißglas gehört in den Container für Weißglas, Grünglas in den grünen Container und Braunglas in den braunen. Blaues oder andersfarbiges Behälterglas gehört übrigens immer in den Container für Grünglas. Der Grund dafür? Grünglas kann mit anderen Glasfarben vermischt werden, ohne dass die Farbe beeinträchtigt wird. Weiß- oder Braunglas verträgt dagegen so gut wie keine anderen Glasfarben.

Gläser vor dem Recycling entleeren …

Nur restentleerte Behältergläser dürfen in den Container. Essens- und Getränkereste können in den Containern unangenehme Gerüche und Insektenbefall verursachen. Arzneimittelrückstände dürfen nicht über die Toilette weggeschüttet werden, da ansonsten das Abwasser belastet wird.

Weitere Informationen, insbesondere wie Müll entsorgt wird, der nicht in die Altglascontainer gehört, gibt es unter www.awb-ak.de oder in der Abfall-App (AWB). Dort sind die passenden Entsorgungsmöglichkeiten für alle Abfälle gelistet.

Einwurfzeiten beachten …

Die zulässigen Einwurfzeiten sind von Montag bis Samstag von 7 bis 20 Uhr. An Sonn- und Feiertagen ist das Einwerfen von Altglas generell untersagt.

Eine Liste über alle Glascontainerstandorte gibt es auf der Homepage der AWB (www.awb-ak.de) unter Infopool und anschließend Altglas.
Als zusätzlichen Service sind die Glascontainerstandorte ab sofort auch über die beliebte Abfall-App zu finden.





Novellierte Abfallbeauftragtenverordnung ist mittlerweile in Kraft

Der Betriebsbeauftragte für Abfall (Abfallbeauftragte) hat die Aufgabe, die abfallrechtlichen Anforderungen und Vorgaben im Unternehmen sicherzustellen. Er berät und unterstützt den Betreiber von Anlagen, in denen Abfälle erzeugt und/oder entsorgt werden, bei der Vermeidung, Verwertung und Beseitigung der Abfälle.

Die Pflichten und Aufgaben des Abfallbeauftragten sind in § 59 und § 60 Kreislaufwirtschaftsgesetz (KrWG) geregelt. Die Struktur der Vorschriften ist den Bestimmungen zum Immissionsschutzbeauftragten gemäß Bundes-Immissionsschutzgesetz (BImSchG) nachempfunden.

Wer ist zur Bestellung eines Abfallbeauftragten verpflichtet?

Zur Bestellung von Abfallbeauftragten sind nach § 59 KrWG Abs. 1 die folgenden Betreiber von Anlagen und Besitzer von Abfällen verpflichtet:

Betreiber

  • genehmigungsbedürftiger Anlagen im Sinne des § 4 BImSchG (im Anhang der 4. BImSchV aufgeführte Anlagen),
  • von Anlagen, in denen regelmäßig gefährliche Abfälle anfallen (Abfallverzeichnis-Verordnung),
  • ortsfester Sortier-, Verwertungs- oder Abfallbeseitigungsanlagen sowie
Besitzer
  • von Abfällen im Sinne des § 27 KrWG (Hersteller und Vertreiber, die Abfälle zurücknehmen) sofern dies im Hinblick auf die Art oder die Größe der Anlagen wegen der
  1. in den Anlagen anfallenden, verwerteten oder beseitigten Abfälle,

  2. technischen Probleme der Vermeidung, Verwertung oder Beseitigung oder

  3. Eignung der Produkte oder Erzeugnisse, bei oder nach bestimmungsgemäßer Verwendung Probleme hinsichtlich der ordnungsgemäßen und schadlosen Verwertung oder umweltverträglichen Beseitigung hervorzurufen,

erforderlich ist.

Im Einzelfall kann die zuständige Behörde die Bestellung von einem oder mehreren Abfallbeauftragten anordnen. Die Einzelanordnung geht entweder formal aus einem selbstständigen Verwaltungsakt oder als Auflage in einem Anlagenzulassungsbescheid bzw. einer Plangenehmigung / Planfeststellung hervor.

Die Bestellpflicht beginnt generell mit der Errichtung einer Anlage bzw. eines Anlagenteils und endet erst dann, wenn der Betrieb endgültig aufgegeben wird und keine weitere Nachsorgepflicht (z.B. wegen noch verbliebener oder zu entsorgender Abfälle) besteht.

Aktuell:

Am 01.06.2017 trat die neue Abfallbeauftragtenverordnung (AbfBeauftrV) in Kraft. Den Verordnungstext finden Sie im Internet. Der § 2 regelt, wer einen Betriebsbeauftragten zu bestellen hat. Der Katalog ist deutlich umfangreicher als in der bisherigen Verordnung. § 8 Zuverlässigkeit und § 9 Fachkunde sind ebenfalls lesenswert.

Wer kann Betriebsbeauftragter für Abfall (Abfallbeauftragter) werden?

Abfallbeauftragte können sowohl betriebseigene Mitarbeiter als auch externe Dienstleister sein. Gibt es im Unternehmen bereits einen Immissions- oder Gewässerschutzbeauftragen, können ihm auch die Aufgaben und Pflichten für den Abfallbeauftragten übertragen werden. Um ein Organisationsverschulden auszuschließen, ist jedoch darauf zu achten, dass je nach Unternehmensgröße keine Aufgabenhäufung beim Mitarbeiter entsteht.

Für Unternehmen, die nicht über fachkundiges betriebsangehöriges Personal verfügen, kann die Bestellung eines externen Abfallbeauftragten sinnvoll sein. Falls Sie diesbezüglich Unterstützung benötigen, sprechen Sie uns bitte an.

Voraussetzung für den Abfallbeauftragten ist, dass er die erforderliche Zuverlässigkeit und Fachkunde besitzt (§ 55 Abs. 2 BImSchG), die durch die Teilnahme an einem Grundkurs (Fachkundelehrgang) und nachfolgenden Fortbildungen sichergestellt wird.

Was sind die Aufgaben eines Betriebsbeauftragten für Abfall (Abfallbeauftragten)?

Zu den Aufgaben des Abfallbeauftragten gehört es nach § 60 KrWG Abs. 1, die Art und Beschaffenheit der in der Anlage anfallenden Abfälle und deren Weg von der Entstehung bis zur Entsorgung zu überwachen sowie die Einhaltung gesetzlicher Vorschriften und behördlichen Auflagen zu kontrollieren.

Die Aufgaben sind im Einzelnen:

  • Überwachung der Entsorgungswege von der Entstehung oder Anlieferung der Abfälle bis zur Verwertung oder Beseitigung (§ 60 KrWG Abs. 1 Nr. 1),
  • Überwachung der Einhaltung der gesetzlichen Vorschriften im Zusammenhang mit der Abfallentstehung und Entsorgung (§ 60 KrWG Abs. 1 Nr. 2),
  • Aufklärung der Mitarbeiter über mögliche schädliche Umweltauswirkungen und den richtigen Umgang mit Abfällen (§ 60 KrWG Abs. 1 Nr. 3),
  • Entwicklung von Vorschlägen und Einführung von Maßnahmen zur Abfallverminderung (§ 60 KrWG Abs. 1 Nr. 4 und 5),
  • bei Anlagen, in denen Abfälle verwertet oder beseitigt werden, zudem auf Verbesserungen des Verfahrens hinzuwirken(§ 60 KrWG Abs. 1 Nr. 6) und
  • Erstellung eines Jahresberichtes über getroffene und beabsichtigte Maßnahmen in Zusammenhang mit der Abfallentstehung und Entsorgung (§ 60 KrWG Abs. 2). Der Abfallbeauftragte trägt die Verantwortung für die ihm übertragenen Pflichten und Aufgaben gegenüber dem Unternehmen. Die Verantwortung für den ordnungsgemäßen Umgang mit Abfällen im Betrieb bleibt letztendlich beim Betreiber der Anlage oder Besitzer der Abfälle.
Welche Rechte hat ein Betriebsbeauftragter für Abfall (Abfallbeauftragter)?

Der Abfallbeauftragte hat nach § 57 BImschG ein Vortragsrecht bei der Geschäftsleitung. Er hat des Weiteren ein Recht auf Unterstützung bei der Erfüllung seiner Aufgaben. Falls es erforderlich ist, sind ihm Hilfspersonal sowie Räume, Einrichtungen, Geräte und Mittel zur Verfügung zu stellen und ihm ist die Teilnahme an Schulungen zu ermöglichen.

Vor Einführung von Verfahren und Erzeugnissen sowie vor Investitionsentscheidungen hat die Geschäftsleitung rechtzeitig eine Stellungnahme des Abfallbeauftragten einzuholen, die bei der Entscheidung entsprechend berücksichtigt werden kann.

Im § 58 BImSchG sind das Benachteiligungsverbot und der besondere Kündigungsschutz für den Abfallbeauftragten verankert.

Wie wird ein Betriebsbeauftragter für Abfall (Abfallbeauftragter) bestellt?

Im § 60 KrWG verweist das Gesetz auf den § 55 BImSchG, der Vorgaben für den zur Bestellung Verpflichteten enthält.

Die Bestellung erfolgt schriftlich (Bestellungsurkunde) und ist nur dann wirksam, wenn der Bestellpflichtige die Willenserklärung, eine Person zum Abfallbeauftragten zu bestellen, schriftlich abgibt und eigenhändig unterschreibt. Der Abfallbeauftragte hat ebenfalls die Urkunde zu unterschreiben. Eine Kopie der Bestellung ist unmittelbar bei der zuständigen Behörde (SGD Nord) einzureichen. Eine Kopie erhält der Abfallbeauftragte.

In der Bestellung des Abfallbeauftragten sollten seine Aufgaben genau beschrieben werden. Daher ist es erforderlich, dass die Urkunde die Aufgabenbereiche und Anlagen, auf die sich die Aufgabenübertragung bezieht, ausführlich bezeichnet. Bei der Bestellung mehrerer Abfallbeauftragter muss in der Urkunde zusätzlich die jeweilige Zuständigkeit - wer ist für welche Aufgabenbereiche und Anlagen zuständig - beschrieben sein.

Ändert sich der Aufgabenbereich oder wird der Abfallbeauftragte abberufen, ist die Behörde ebenfalls unverzüglich davon in Kenntnis zu setzen.

Wie erlangen Sie die erforderliche Fachkunde für Abfallbeauftragte oder Betriebsbeauftragte für Abfall?

Die erforderliche Fachkunde wird durch die Teilnahme an einem Grundkurs (Fachkundelehrgang) erlangt.

Um Ihre Fachkunde auch nach dem absolvierten Grundkurs gegenüber Behörden zu erhalten, ist unter anderem eine regelmäßige Teilnahme an einer Fortbildung erforderlich. In der neuen Abfallbeauftragtenverordnung ist ein zweijähriger Turnus vorgeschrieben. Aufgrund der Komplexität und der Regelungstiefe der abfallrechtlichen Vorgaben sind ausschließlich zweitägige Fortbildungen zu empfehlen.

Für Rückfragen steht Ihnen Herr Werner Schumacher unter der Rufnummer 02681 81-3020 oder per E-Mail gerne zur Verfügung.



Kostenfreie Selbstanlieferungen am Betriebs- und Wertstoffhof in Nauroth

Wer kennt es nicht? Im privaten Haushalt fallen im Jahresverlauf schon mal defekte Elektro- und Elektronikgeräte, defekte Energiesparlampen, Leuchtstoffröhren, LED-Leuchten oder eventuell sperrige Verpackungen aus Kartonage von neu gelieferten Möbeln etc. an, die ordnungsgemäß entsorgt werden müssen. Das muss nicht immer mit Kosten verbunden sein.


Folgende Abfälle aus dem Landkreis Altenkirchen werden am Betriebs- und Wertstoffhof in Nauroth kostenfrei angenommen:

  • Papier, Pappe und Kartonagen (z.B. Verpackungen, Bücher, Kataloge, Zeitschriften und Prospekte)
  • Elektro- und Elektronikaltgeräte (z.B. Kleingeräte, Bildschirmgeräte, Waschmaschinen, Herde, Ölradiatoren und Kühlgeräte)
  • Metallschrott (z.B. Fahrräder, Maschendraht, Buntmetalle wie Kupfer und Messing etc.)
  • Grünschnitt ( z.B. Laub, Rasenschnitt, Heckenschnitt, Astschnitt bis max. 8 cm Durchmesser)
  • Sperrabfall bis 2m³ pro Quartal statt der quartalsmäßigen Abholung am Grundstück – vorherige Anmeldung erforderlich über Telefon: 02681 81-3033
  • Altglas (Glasverpackungen)
  • Alttextilien, Altkleider, Altschuhe
  • CDs und DVDs
  • Flaschenkorken
  • Haushaltsbatterien
  • Kfz- Batterien (Bleibatterien)
  • Energiesparlampen, Leuchtstoffröhren und LED- Leuchten
  • PUR- Schaumdosen (Bau- und Montageschaumdosen)

Öffnungszeiten des Betriebs- und Wertstoffhof in Nauroth:

Montag – Freitag: 08:30 – 16:00 Uhr

Samstag:               08:30 – 12:00 Uhr

Betriebs- und Wertstoffhof (BWH)
Zum Alten Sand
57583 Nauroth
Tel. 02681 81-3071

Fragen zur Anlieferung kostenfreier Abfälle am BWH Nauroth, aber auch alle sonstigen Fragen zum Thema Abfall, beantwortet Ihnen die Abfallberatung des AWB unter der Telefonnummer: 02681 81-3070

Abfallwirtschaftsbetrieb für die Zukunft gut aufgestellt

- MdB Erwin Rüddel informierte sich vor Ort Altenkirchen.-

Unter Bezug auf den internationalen Tag der öffentlichen Dienste informierte sich der heimische CDU-Bundestagsabgeordnete Erwin Rüddel auf dem Betriebs- und Wertstoffhof vom Abfallwirtschaftsbetrieb Landkreis Altenkirchen in Nauroth. Dort war zum „Tag der Daseinsvorsorge“ eingeladen worden, um die Bedeutung und Anliegen der kommunalen Abfallentsorgung zu verdeutlichen. Erster Kreisbeigeordneter Konrad Schwan (li.), zu dessen Geschäftsbereich die Abfallwirtschaft gehört und Werkleiter Werner Schumacher (re.) berichten im neuen Gebäude bei der ehemaligen Kreismülldeponie dem Abgeordneten, was kommunale Unternehmen tagtäglich leisten und wo die zukünftigen Herausforderungen liegen.

„Der Abfallwirtschaftsbetrieb ist zuständig für grundsätzlich alle Bürger und Gewerbebetriebe und wir arbeiten nach dem Kostendeckungsprinzip“, hieß es. Abfallwirtschaft umfasst alle Tätigkeiten und Aufgaben, die mit dem Vermeiden, Vermindern, Verwerten und Beseitigen von Abfällen zusammenhängen. Hier setzt ein Angebot des in Trägerschaft des Kreises stehenden Abfallwirtschaftsbetriebes an, das sich speziell an Kindergärten und Grundschulen richtet. „Wir wollen Kinder einladen, um sie schon frühzeitig mit den genannten Aufgaben der Abfallwirtschaft vertraut zu machen und sie dafür zu sensibilisieren. Wir wollen dabei gelichzeitig auch erklären, welche Prozesse sich auf dem Gelände der ehemaligen Kreismülldeponie getan haben und tun. Ein Deponie-Lernpfad wird das noch unterstützend begleiten“, merkte Werkleiter Werner Schumacher an.

„Weiterhin wenden wir uns über spezielle Kampagnen wie „Bioabfall gehört in Papiertüten“ an die Bevölkerung. Wertstofftrennung, Recycling, Wertstoffwiedergewinnung müssen nachhaltig das Bewusstsein aller, ob jung, ob alt, erreichen. Schließlich ist Abfallwirtschaft ein Bereich, der jeden betrifft“, betonte Konrad Schwan. „Es ist gleichermaßen beeindruckend wie überzeugend, was der Abfallwirtschaftsbetrieb des Landkreises Altenkirchen hier umgesetzt hat. Das trägt maßgeblich zur Sensibilisierung und Umsetzung der Herausforderungen von Abfallverringerung und Abfallvermeidung bei. Die neue Umweltschule ist auch in diesem Zusammenhang besonders zu erwähnen und zu loben“, bekräftigte Erwin Rüddel.

v.l.nr. Geschäftsbereichleiter AWB Konrad Schwan, MdB Erwin Rüddel, Werkleiter AWB Werner Schumacher




Abfallwirtschaftsbetrieb unterstützt Kampagne zu weniger Kunststofftragetaschen

Die Vereinbarung zwischen dem Bundesumweltministerium und dem Handelsverband Deutschland (HDE) über die Einführung einer Bezahlpflicht für Kunststofftragetaschen zeigt bereits Wirkung.

Die Deutschen verbrauchten 2016 ein Drittel weniger Tüten als im Jahr zuvor. Für leichte Tragetaschen hat der deutsche Handel bereits das europäische Ziel für 2025 erreicht. Das verdeutlichen aktuelle Zahlen der Gesellschaft für Verpackungsmarktforschung (GVM).

In 2016 verringerte sich der Tütenverbrauch im Vergleich zum Vorjahr um zwei Milliarden Stück auf nunmehr 3,7 Milliarden Tüten. Das entspricht einem Pro-Kopf-Konsum von 45 Tüten (2015: 68). Damit ging der Verbrauch von Kunststofftragetaschen hierzulande seit Einführung einer freiwilligen Bezahlpflicht im Einzelhandel um ein Drittel zurück.

Die Reduzierungseffekte durch bezahlpflichtige Tüten waren vor allem im Textileinzel-handel massiv. Auch verzichten inzwischen Unternehmen verschiedenster Branchen komplett auf Einwegtragetaschen aus Kunststoff und bieten ausschließlich Mehrwegtaschen an.

Der Pro-Kopf-Verbrauch von Kunststofftüten mit einer Wandstärke unter 50 Mikrometer, für die eine EU-Richtlinie für 2020 einen Grenzwert von 90, für 2025 von 40 Tragetaschen pro Einwohner vorsieht, konnte im vergangenen Jahr auf 38 Stück abgesenkt werden. Somit hat der deutsche Handel bereits heute das europäische Ziel für 2025 erreicht.

Mit der Vereinbarung zur Reduktion von Kunststofftragetaschen zwischen dem HDE und dem Bundesumweltministerium setzt Deutschland eine EU-Richtlinie um. In der Vereinbarung verpflichtet sich der HDE zur Verringerung der Zahl von leichten Kunststofftragetaschen bis 31. Dezember 2019 auf höchstens 90 und bis 31. Dezember 2025 auf höchstens 40 Kunststofftragetaschen pro Einwohner und Jahr. Die Handelsunternehmen können die Vorgaben entweder durch die Bepreisung der Tüten oder durch den völligen Verzicht auf Einwegtragetaschen umsetzen.

„ Der Abfallwirtschaftsbetrieb des Landkreises Altenkirchen unterstützt diese Initiativen bereits seit mehreren Jahren durch die kostenfreie Verteilung von Mehrwegtaschen aus reiner Baumwolle zu passenden Events“, so Werkleiter Werner Schumacher.



Keine Plastikbeutel und Biobeutel aus Kunststoff in die Biotonne!

Der Abfallwirtschaftsbetrieb bittet noch einmal eindringlich alle Bürgerinnen und Bürger keine Kunststoffbeutel oder sog. Biobeutel aus Kunststoff (meistens Maisstärkebasis) zu benutzen und in die Braune Bioabfalltonne zu geben. Man läuft dabei Gefahr, dass die Bioabfalltonne wegen Fehlbefüllung nicht entleert wird und stehen bleibt.

Sinnvoll sind hier ausschließlich Abfalltüten aus Papier oder einfach Zeitungspapier zum Einwickeln der Bioabfälle aus dem Küchenbereich nehmen. Nur so wird auch weiterhin eine umweltfreundliche und ordnungsgemäße Verwertung der Bioabfälle ermöglicht.

Bei weiteren Fragen wenden Sie sich bitte an die Abfallberatung des Abfallwirtschaftsbetriebes. Unter oder der Telefonnummer 02681 81-3070 werden Sie stets umfassend und kompetent beraten.




Keine heiße Asche in die Mülltonne geben!

Um zu vermeiden das Mülltonnen im Landkreis Altenkirchen infolge von nicht vollständig ausgekühlten Ascheresten der Grillparty in Brand geraten, gibt der Abfallwirtschaftsbetrieb des Landkreises Altenkirchen hierzu einige Tipps

Asche darf erst dann in die Restabfalltonne gegeben werden, wenn diese vollständig erkaltet ist. Man sollte sich nicht täuschen lassen, auch wenn die Asche von außen schon erloschen erscheint. Im Inneren kann sie noch glühen und dann verheerende Folgen haben. Mit Luft können selbst kleinste Glutreste in Verbindung mit Abfällen zu gefährlichen Schwelbränden und zu offenem Feuer in der Mülltonne oder sogar in den Müllsammelfahrzeugen führen.

Dann besteht höchste Gefahr - ganz zu schweigen von möglichen Sachschäden an Garagen und Gebäuden.

„Bei Asche immer Vorsicht walten lassen. Lieber noch einige Tage länger warten bis die Asche in die Tonne gefüllt wird. Geben Sie die Asche am besten in einen Metallbehälter mit Deckel und lassen sie diesen mindestens 36 Stunden abkühlen. Erst danach in die Restabfalltonne einfüllen“, so Abfallberater Erich Seifner vom AWB.

Keine Asche in die Biotonne geben!

Holz-, Kohle- und Grillaschen gehören ausschließlich in die graue Restabfalltonne. In die Biotonne darf keine Asche eingegeben werden. Der Abfallwirtschaftsbetrieb bittet um Verständnis dafür, denn Asche stört bei der weiteren Verarbeitung der Bioabfälle den Verwertungsprozess. Sehen Müllwerker offenkundig Asche in der Biotonne, so wird diese möglicherweise nicht entleert.

Beschädigte Behälter bitte umgehend melden!

Ist eine Abfalltonne beschädigt, egal durch Hitze oder mechanische Einwirkungen, sollten sich Betroffene bitte direkt mit dem Abfallwirtschaftsbetrieb über die Homepage www.awb-ak.de oder die AWB Abfall-App in Verbindung setzen. Dort wird der Schaden aufgenommen und schnellstmöglich ein Tonnentausch „defekt gegen ganz“ veranlasst. Wurde die Mülltonne durch heiße Asche, Brand oder Mutwilligkeit beschädigt oder zerstört, trägt der verantwortliche Bürger die Kosten für die Ersatztonne und den entsprechenden Tausch.




Abfallwirtschaftsbetrieb kündigt verstärkte Kontrollen der Bioabfalltonnen an

Das Sortierverhalten der Bürgerinnen und Bürger im Landkreis Altenkirchen hat leider etwas nachgelassen in puncto Sortierqualität bzw. Anzahl der Fehlwürfe bei den Bioabfalltonnen. Zusätzlich werden bedingt durch neue Regelungen insbesondere im Düngemittelrecht die Qualitätsanforderungen an die eingesammelten Bioabfälle sowie auch in Bezug auf die Nutzung des resultierenden Produktes Kompost verschärft.

Klassische Fehlwürfe, die absolut nicht akzeptabel sind werden nachfolgend einmal beispielhaft aufgelistet: Kunststoffbeutel, Biokunststoffbeutel, Tragetaschen, Müllsäcke, Blumentöpfe, Windeln, verpackte Lebensmittelabfälle, Katzenstreu, Glasbehältnisse, Tierkadaver, Keramik, Zigarettenkippen etc.

Werden in den Bioabfalltonnen diese Störstoffe festgestellt, bleibt die Bioabfalltonne zukünftig ungeleert stehen. Es erfolgt auch keine nachträgliche Entsorgung. Vielmehr hat der Bürger seine Bioabfalltonne in diesen Fällen selbst nach zu sortieren und dann korrekt befüllt bei dem nächsten regulären Abfuhrtag erneut zur Leerung bereitzustellen.

Kenntlich gemacht werden die bewusst nicht entleerten Abfallgefäße durch den „roten Mülltonnenanhänger“ analog der roten Karte beim Fußballspiel. Hierzu Werkleiter Werner Schumacher: „Zum einen müssen wird absichern, auch zukünftig noch Qualitätskompost produzieren zu können und uns selbstverständlich den strengeren gesetzlichen Auflagen stellen. Daneben ist die nachträgliche Aussortierung der Störstoffe sehr aufwendig und deren Entsorgung als Restabfall recht kostenintensiv. Leidtragende wären somit alle Gebührenpflichtigen durch Erhöhungen bei den Abfallgebühren, was der AWB unbedingt vermeiden möchte. Daher der Apell an alle Bürger, durch sauberes Sortierverhalten mitzuhelfen, die Umwelt zu entlasten und die Entsorgungsgebühren dauerhaft auf günstigem Niveau zu halten.“

Weitere Informationen finden Sie hierzu auf unserer Homepage unter www.awb-ak.de oder per E-Mail über .





Buchsbaumverschnitt gehört in die Biotonne

Leider kommt aus Süddeutschland herrührend der Buchsbaumzünsler auch wieder vermehrt in unsere Region und breitet sich im Landkreis Altenkirchen aus. Die Schmetterlingsraupen befallen bevorzugt die Buchsbäume und können die Pflanzen innerhalb weniger Tage komplett vernichten. Somit stellt sich die Frage nach der ordnungsgemäßen Entsorgung von Buchsbaumverschnitt oder komplett befallenen Pflanzen, um die Ausbreitung nicht noch weiter zu forcieren. Der Abfallwirtschaftsbetrieb Landkreis Altenkirchen rät hier zur Entsorgung ausschließlich über die Biotonnen (oder Grünschnittabfuhr). Alle anderen Abfallgefäße (grau, blau, gelb) sind für diesen Abfall nicht zugelassen. Der Versuch zur Eigenkompostierung führt regelmäßig nicht zu einem positiven Ergebnis. Alle im Landkreis eingesammelten Bioabfälle werden einer nachgelagerten Kompostierung zugeführt. In der sog. Hygienisierungsphase entstehen Temperaturen bis ca. 70 °C. Diese relativ hohen Temperaturen zerstören sicher sowohl die Raupen wie auch die Eier des Buchsbaumzünslers und nur so lässt sich eine weitere Verbreitung ohne Einsatz von Chemie unterbinden.



Plastikbeutel oder Biobeutel gehören nicht in die Biotonnen

Kompostierbare bzw. vermeintlich biologisch abbaubare Kunststoffbeutel benötigen teilweise bis zu 18 Wochen, um einigermaßen zu verrotten. Für Kompostierungs-anlagen, die häufig zur Behandlung der Bioabfälle eingesetzt werden, ist dieser Zeitraum viel zu lang. Daher müssen auch sog. Biobeutel bei der Anlieferung in der Kompostierungsanlage aufwändig aussortiert werden, da sie wegen des Verschmutzungsgrades auch nicht ohne weiteres als solche zu erkennen sind. Ein weiteres Problem ist, dass die Müllwerker, die die Biotonnen vor dem Entleerungs-vorgang kontrollieren nicht unterscheiden können, ob es sich um einen Biobeutel oder um einen sonstigen Plastikbeutel handelt. Dies kann dazu führen, dass die Biotonne nicht geleert wird und am Abfuhrtag stehen bleibt. Eine Nachsortierung durch den betroffenen Bürger ist dann erforderlich. Deshalb bittet der Abfall-wirtschaftsbetrieb keine Biobeutel aus Kunststoff zu benutzen. Sinnvoll sind Abfalltüten aus Papier oder Zeitungspapier zum Einwickeln der Bioabfälle aus dem Küchenbereich. Somit wird eine umweltfreundliche und ordnungsgemäße Verwertung der Bioabfälle ermöglicht.


Bei weiteren Fragen wenden Sie sich bitte an die Abfallberatung des Abfallwirtschaftsbetriebes. Unter oder der Telefonnummer 02681 81-3070 werden Sie stets umfassend und kompetent beraten.



E-Bike-Akkus gelten als Industriebatterien und werden nicht durch den Abfallwirtschaftsbetrieb entsorgt

Der Abfall-Stoffstrom der Pedelecs und E-Bikes, aber auch der elektrisch betriebenen Fahrzeuge wie Autos und Lastwagen, wird generell immer wichtiger. Verstärkt fallen auch die ersten Pedelecs, E-Bikes sowie Elektrofahrzeuge als Abfall an und müssen ordnungsgemäß entsorgt werden. Für die öffentlich-rechtlichen Entsorgungsträger (örE) stellt sich im Rahmen der Umsetzung des Elektrogesetzes (ElektroG) sowie des Batteriegesetzes (BattG) hierbei die Frage, inwieweit sie für die Annahme und Entsorgung der Alt-Akkus, die aus den genannten Geräten oder Fahrzeugen stammen, zuständig sind. Das Umweltbundesamt hat bestätigt, dass Akkus für Fahrzeuge mit Elektroantrieb als Industriebatterien eingestuft werden. Das gilt auch für elektrische Zweiradfahrzeuge (sind Elektrogeräte). Die für deren Antrieb benötigten Akkus sind jedoch keine Gerätebatterien, sondern ebenfalls Industriebatterien. Diese Art der Altbatterien muss der örE (AWB) nicht einzeln zurücknehmen und werden durch den Abfallwirtschaftsbetrieb sowohl am BWH in Nauroth sowie am Umweltmobil nicht angenommen.

Gleichwohl gibt es eine Branchenlösung zwischen Herstellern von Industriebatterien aus Elektrofahrrädern und dem Gemeinsamen Rücknahmesystem (GRS), wo den Bürgern diese Industriebatterien abgenommen werden.

Umfangreiche Informationen hierzu finden Sie im Internet unter Umweltbundesamt oder GRS.



Tolle Initiative von Mehrgenerationenhaus und Abfallwirtschaftsbetrieb: Reparatur-Café im MGH Mittendrin Altenkirchen seit anderthalb Jahren erfolgreich

Nächster Termin am 10. Juni

Sicher gibt es in vielen Haushalten im gesamten Kreisgebiet Elektrogeräte, an denen die Eigentümer sehr hängen - sei es bloß aus Gewohnheit oder weil die Geräte eben besonders handlich und praktisch sind. Wenn ein solches gutes Stück einmal den Dienst versagt, ist es ratsam, das Gerät nicht gleich aufzugeben, wegzuwerfen und ein neues zu kaufen, sondern vielmehr das Reparatur-Café aufzusuchen.

Im Altenkirchener Mehrgenerationenhaus „Mittendrin“ (MGH) fand im Dezember 2015 zum ersten Mal ein solches Reparatur-Café in Kooperation mit dem Abfallwirtschafsbetrieb des Kreises (AWB) statt. Seither werden in den Räumen des MGH „Mittendrin“ regelmäßig an jedem zweiten Samstag im Monat viele Geräte vor dem Weg auf den „Elektroschrott-Friedhof“ bewahrt. Zum Reparatur-Café können Interessierte ihre defekten (Elektro-)Geräte mitbringen und diese kostenlos von kundigen und kompetenten „Privat-Bastlern“ reparieren lassen oder sie mit diesen gemeinsam reparieren. Damit werden die Geräte vor der Elektroschrottentsorgung bewahrt und die darin enthaltenen Rohstoffe bleiben erhalten. Darüber hinaus werden wertvolle Ressourcen gespart, die sonst für die Produktion eines notwendigen Neugerätes verbraucht worden wären. Wer beim Reparieren nicht selber mit Hand anlegen möchte, kann sich die Wartezeit bei Kaffee oder Tee und anregenden Gesprächen mit den Mit-Wartenden vertreiben und bei der Instandsetzung zusehen. „Das Zuschauen ist noch besser als fernsehen“, befand jüngst ein Besucher des Reparatur-Cafés. Zu Teilen, die nicht an Ort und Stelle repariert werden können, haben die Tüftler in den meisten Fällen Tipps zu benötigten Ersatzteilen parat, oder können an versierte Kollegen verweisen.

Die Reparatur an sich ist kostenfrei und wird von den „Privat-Bastlern“ ehrenamtlich durchgeführt. Einige Reparateure sind seit der ersten Stunde mit dabei. Sie engagieren sich seither allmonatlich für diese Initiative und nur dank ihres ehrenamtlichen Einsatzes an Werkzeugen, Kompetenz und vor allem Geduld konnten schon viele Bürger mit den wiederinstandgesetzten Geräten glücklich machen. Nichts desto Trotz freut sich das Mehrgenerationenhaus immer über eine Spende, die den vielfältigen, ebenfalls auf ehrenamtlichem Engagement basierenden Aktivitäten und Aktionen zu Gute kommt.

Das nächste Reparatur- Café findet am 10. Juni von 9 bis 12 Uhr im Mehrgenerationenhaus “Mittendrin“ statt. Eine vorherige Anmeldung ist nicht erforderlich. Über zahlreiche abfallvermeidungswillige Teilnehmer freuen sich auch in Zukunft die Kooperationspartner AWB und das MGH Mittendrin.

Ein wichtiger Hinweis für alle, die den Reparatur-Service in Anspruch nehmen möchten: es gibt keine Ersatzteile vor Ort und eine Garantie für die Instandsetzung wird nicht übernommen.



Viele fleißige, ehrenamtliche Hände beim Tüfteln: so werden Elektro-Geräte beim Reparatur-Café im MGH Mittendrin in Altenkirchen ein manches mal der Umwelt zu Liebe vorm E-Schrott gerettet. Das nächste Termin ist am Samstag, 10. Juni von 9 bis 12 Uhr.



Neue Gewerbeabfallverordnung kommt

Der Bundestag hat in seiner Sitzung vom 30. März 2017 den Weg für die neue Gewerbeabfallverordnung freigemacht. Auf der Grundlage des Kreislaufwirtschaftsgesetzes sieht sie anspruchsvolle Vorgaben für ein hochwertiges Recycling von Gewerbeabfällen und bestimmten Bau- und Abbruchabfällen vor. Kernstück der neuen Verordnung ist die Umsetzung der fünfstufigen Abfallhierarchie, die dem Recycling einen klaren Vorrang zuweist. Die Novelle der Gewerbeabfallverordnung dient der Weiterentwicklung der Kreislaufwirtschaft, wie sie im Koalitionsvertrag vereinbart wurde. Sie bringt die Ziele des Umwelt- und Ressourcenschutzes und die berechtigten Belange der betroffenen Gewerbe- und Industrieunternehmen zu einem sachgerechten Ausgleich. Die Verordnung setzt bereits beim Abfallerzeuger an und verpflichtet zur Getrennthaltung und zum Recycling von Gewerbeabfällen und bestimmten Bau- und Abbruchabfällen. Unvermeidliche Abfallgemische müssen vorbehandelt und aufbereitet werden. Vorbehandlungsanlagen haben in Zukunft anspruchsvolle Anforderungen an die Sortierung der Abfälle zu erfüllen, damit auch Gemische hochwertig verwertet werden können. Da damit deutlich weniger Gewerbeabfälle thermisch verwertet werden dürfen, stehen zukünftig mehr Wertstoffe für das Recycling zur Verfügung, wie Kunststoffe, Holz und Bioabfälle. Auch im Bereich der Bauabfälle soll zukünftig ein höherwertiges Recycling insbesondere von mineralischen Bauabfällen und Gips erfolgen. Eine Pflichtrestabfalltonne für alle Gewerbebetriebe wird weiterhin vorgeschrieben.

Die Verordnung wurde im Bundesgesetzblatt verkündet und wird in ihren wesentlichen Teilen am 1. August 2017 in Kraft treten.



Handel muss fünf Elektrokleingeräte annehmen -der Begriff „haushaltsübliche Menge“ des Elektrogesetzes wurde präzisiert

Das ElektroG wurde mit Wirksamkeit zum 1. Juni im Hinblick auf die Rücknahme von Elektro- und Elektronikaltgeräten (EAG) durch den Handel, also die Vertreiber, geändert.

Bisher galt, dass Vertreiber mit einer Verkaufsfläche für Elektro- und Elektronikgeräte von mindestens 400 Quadratmetern unabhängig vom Kauf eines Neugeräts verpflichtet sind, Altgeräte, die in keiner äußeren Abmessung größer als 25 Zentimeter sind, in haushaltsüblichen Mengen unentgeltlich zurückzunehmen. Die neue Formulierung des Gesetzes beschränkt diese Art der Rücknahme unabhängig vom Kauf eines Neugeräts auf fünf Altgeräte pro Geräteart und löst somit die allgemeine Formulierung der haushaltsüblichen Menge ab. Das Gesetz sagt ferner, dass diese Rücknahme „auf Verlangen des Endnutzers“ erfolgen muss.

Des Weiteren wird ein Tatbestand statuiert, der besagt, dass ein Vertreiber ordnungswidrig handelt, der Altgeräte nicht richtig, nicht vollständig oder nicht rechtzeitig zurücknimmt.





Kostenfreie Selbstanlieferungen am Betriebs- und Wertstoffhof in Nauroth

In den meisten Haushalten fallen im Jahresverlauf schon mal defekte Elektro- und Elektronikgeräte, defekte Energiesparlampen oder Leuchtstoffröhren oder aber sperrige Verpackungen aus Kartonage von neu gelieferten Möbeln etc. an, die ordnungsgemäß entsorgt werden müssen. Das muss aber nicht immer gleich mit Kosten verbunden sein.

Folgende Abfälle der Bürgerinnen und Bürger aus dem Landkreis Altenkirchen werden am Betriebs- und Wertstoffhof in Nauroth kostenfrei angenommen:

  • Papier, Pappe und Kartonagen (z.B. Verpackungen, Bücher, Kataloge, Zeitschriften und Prospekte)
  • Elektro- und Elektronikaltgeräte (z.B. Kleingeräte, Bildschirmgeräte, Waschmaschinen, Herde, Ölradiatoren und Kühlgeräte)
  • Metallschrott (z.B. Fahrräder, Maschendraht, Buntmetalle wie Kupfer oder Messing)
  • Grünschnitt ( z.B. Laub, Rasenschnitt, Heckenschnitt, Astschnitt bis max. 8 cm Durchmesser) bis zu 2m³ kostenfrei (max. fünfmal jährlich)
  • Sperrabfall bis 2m³ pro Quartal statt der quartalsmäßigen Abholung am Grundstück – vorherige Anmeldung erforderlich über Telefonnummer: 02681 81-3033
  • Altglas (Glasverpackungen)
  • Alttextilien, Altkleider, Altschuhe
  • CDs und DVDs
  • Flaschenkorken
  • Haushaltsbatterien
  • Kfz- Batterien (Bleibatterien)
  • Energiesparlampen, Leuchtstoffröhren und LED- Leuchten
  • PUR- Schaumdosen (Bau- und Montageschaumdosen; leer/mit Deckel) 
Öffnungszeiten Betriebs- und Wertstoffhof in Nauroth:
Montag – Freitag: 08:30 – 16:00 Uhr
Samstag: 08:30 – 12:00 Uhr

Anschrift Betriebs- und Wertstoffhof in Nauroth:
Betriebs- und Wertstoffhof (BWH)
Zum Alten Sand
57583 Nauroth
Tel. 02681 81-3071

Fragen zur Anlieferung kostenfreier Abfälle am BWH Nauroth, aber auch alle sonstigen Fragen zum Thema Abfallentsorgung, beantwortet die Abfallberatung des AWB unter der Telefonnummer 02681 81-3070
oder per E-Mail unter .




Sperrabfallentsorgung im Landkreis Altenkirchen

Die Entsorgung von Sperrabfällen im Landkreis Altenkirchen hat sich über viele Jahre gut etabliert. Damit dies auch so bleibt, möchte der Abfallwirtschaftsbetrieb mit diesem Pressebericht etwaigen Informationsdefiziten durch Neuerungen vorbeugen.

Sperrmüll

Zum Sperrabfall oder Sperrmüll zählen beispielsweise Möbel, sperrige Kunststoffgegenstände oder Teppichböden (genauere Auflistung s. u.). Diese müssen von Hand verladen werden können, d. h. sie dürfen nur eine maximale Kantenlänge von 1,80 Metern haben und ein maximales Einzelgewicht von 50 Kilogramm besitzen.

Für Privathaushalte im Landkreis Altenkirchen ist die Sperrabfallentsorgung für bis zu vier Abholungen im Jahr in den allgemeinen Abfallentsorgungsgebühren enthalten.

Sperrmüll anmelden und einen Termin erhalten geht ganz einfach über die Homepage des AWB, per Telefon, E-Mail oder auf schriftliche Anfrage.

Wenn Bürger einen besonders kurzfristigen Entsorgungstermin wünschen, können sie auch den kostenpflichtigen Sperrabfall-Express-Service nutzen.
Ausführliche Informationen hierzu gibt es auf der Homepage des Abfallwirtschaftsbetriebes unter www.awb-ak.de.

Zum Sperrabfall gehören insbesondere:
  • ausgediente Möbel jeglicher Art wie Schränke, Stühle, Tische, Polstermöbel, Liegen, Holzbettgestelle, Sprungrahmen, Matratzen usw.
  • sperrige Gegenstände aus Kunststoff, die mindestens so groß sind wie eine Getränkekiste und nicht in eine 120-Liter-Abfalltonne passen, wie beispielsweise Kinderrutsche, Sandkasten, großes Plastikspielzeug, Bobby Car, Gartenmöbel, Wäschekorb, Planschbecken, Pool etc., jedoch keine Öltanks)
  • Kinderwagen, Sonnenschirme, Skier, Holzleitern, große Bilderrahmen
  • Teppiche und textile Fußbodenbeläge

Sperrmüll dieser Art wird in haushaltsüblichen Mengen, das bedeutet bis zwei Kubikmetern einmal je Quartal vom AWB kostenlos abgeholt und umweltgerecht nach einer Sortierung entsorgt.

Nicht zum Sperrmüll zählen unbewegliche Gegenstände, die beim Umzug üblicherweise zurückbleiben wie etwa Paneele, sanitäre Einrichtungen, Parkettböden, Türen, Fenster, Geländer sowie Tapetenreste und Müllsäcke.


Metall- und Elektroschrott

Metallgegenstände werden als Metallschrott separat und kostenlos abgeholt genau wie Elektro- und Elektronikgeräte. Dies geschieht in einer kombinierten Abfuhr.

Wichtige Hinweise

Bürgern wird empfohlen darauf zu achten, die Sperrabfallgegenstände möglichst erst am Abfuhrtag bis 6 Uhr oder aber möglichst spät am Abend zuvor nach 18 Uhr - also nicht schon einige Tage vorher - ebenerdig und gut sichtbar an die Straße zu stellen.

Denn es kommt leider häufig vor, dass „Sperrabfallhaufen“ durchwühlt und im Vorfeld beraubt werden. Dies ist auch der Grund, warum der AWB auch weiterhin keine festen Termine zur Abholung des Sperrabfalls öffentlich herausgibt. Sondern jeder Bürger erhält einen individuellen Termin nach vorheriger Anmeldung innerhalb von einem Monat.

Die andere negative Erscheinung ist das „Dazustellen“ von weiteren Sperrabfallmengen. „Sofern dies etwa unter Nachbarn abgesprochen ist und die Mengenbeschränkung weiterhin eingehalten wird“, stellt dies gemäß AWB überhaupt kein Problem dar. Wird jedoch die haushaltsübliche Menge überschritten oder gar Abfallarten hinzugestellt, welche nicht zur Sperrabfallfraktion zählen, erwächst ein größeres Problem, da diese Abfälle durch das beauftragte Entsorgungsunternehmen nicht mit abtransportiert werden. Sogenannte „Wilde Müllablagerungen“, d. h. wenn unbekannte Dritte ihren Unrat ohne Absprache mit hinzustellen, können zur Anzeige gebracht werden und ein empfindliches Bußgeld von bis zu 10.000 Euro bei erwiesenen oder grob fahrlässigen Gesetzesverstößen nach sich ziehen.

Der AWB wirbt für ein faires Miteinander der Bürger an dieser Stelle.

Bei weiteren Fragen können sich Bürgerinnen und Bürger an die Abfallberatung des Abfallwirtschaftsbetriebes wenden. Unter oder der Telefonnummer für Sperrabfallanmeldungen 02681 81-3033 gibt es umfassende und kompetente Beratung.





Plastikbeutel oder Biobeutel in der Biotonne nicht erlaubt


Kompostierbare bzw. vermeintlich biologisch abbaubare Kunststoffbeutel benötigen teilweise bis zu 18 Wochen, um einigermaßen zu verrotten. Für Kompostierungsanlagen, die häufig zur Behandlung der Bioabfälle eingesetzt werden, ist dieser Zeitraum viel zu lang. Daher müssen auch sog. Biobeutel bei der Anlieferung in der Kompostierungsanlage aufwändig aussortiert werden, da sie wegen des Verschmutzungsgrades auch nicht ohne weiteres als solche zu erkennen sind. Ein weiteres Problem ist, dass die Müllwerker, die die Biotonnen vor dem Entleerungsvorgang kontrollieren nicht unterscheiden können, ob es sich um einen Biobeutel oder um einen sonstigen Plastikbeutel handelt. Dies kann dazu führen, dass die Biotonne nicht geleert wird und am Abfuhrtag stehen bleibt. Eine Nachsortierung durch den betroffenen Bürger ist dann erforderlich. Benutzen Sie deshalb bitte keine Biobeutel aus Kunststoff. Sinnvoll sind Abfalltüten aus Papier oder nehmen Sie einfach Zeitungspapier zum Einwickeln der Bioabfälle aus dem Küchenbereich. Sie ermöglichen damit nachgelagert eine umweltfreundliche und ordnungs-gemäße Verwertung Ihrer Bioabfälle.

Bei weiteren Fragen wenden Sie sich bitte an die Abfallberatung des Abfallwirtschaftsbetriebes. Unter oder der Telefonnummer 02681 81-3070 werden Sie stets umfassend und kompetent beraten.



HBCD-haltige Dämmmaterialien sind kein gefährlicher Abfall mehr

Seit dem 28. Dezember 2016 sind HBCD-haltige Dämmstoffe und Styropor nicht mehr als gefährlich eingestuft. Die Verordnung der Bundesregierung zur Änderung der Abfallverzeichnisverordnung (AVV) ist, nachdem der Bundesrat am 16. Dezember zugestimmt hatte, am 27. Dezember im Bundesgesetzblatt verkündet worden und ein Tag danach in Kraft getreten. Diese Regelung ist aber nur bis 31. Dezember 2017 befristet. Sofern sich bis dahin nichts ändert, gilt anschließend wieder die bisherige Fassung der AVV und HBCD-haltige Dämmabfälle sind wieder als gefährlich einzustufen. Bauwirtschaft und Handwerk können nun hoffen, dass nach der Rechtsänderung eine zügige Entspannung auf dem Entsorgungsmarkt eintritt. Doch die nur sukzessive Zuführung der angesammelten Abfallmengen zu den Verbrennungsanlagen wird einige Tage in Anspruch nehmen. Das Jahr 2017 sollte nunmehr genutzt werden, eine rechtlich klare und praxisgerechte Grundlage zur endgültigen Handhabung dieser Problematik zu schaffen.

Für weitergehende Fragen steht der Abfallwirtschaftsbetrieb gerne zur Verfügung.



Abfallwirtschaftsbetrieb Landkreis Altenkirchen hat ab Januar 2017 die Altmedikamenten-Entsorgung bei allen Apotheken im Landkreis übernommen

In Deutschland gibt es verschiedene Wege, verschreibungspflichtige und freiverkäufliche Arzneimittel, nachdem sie nicht mehr verwendet werden können, wie z.B. Tabletten, Pillen, Tropfen, Zäpfchen, Sprays, Salben etc. zu erfassen und anschließend zu entsorgen.

Da die Restabfälle im Landkreis Altenkirchen zunächst über eine mechanisch-biologische Vorbehandlungsanlage behandelt werden und dabei die Altmedikamente den Behandlungsprozess nur stören würden, scheidet im Landkreis Altenkirchen eine Entsorgung über die Restabfalltonne kategorisch aus. Ebenfalls soll verhindert werden, dass abgelaufene Arzneien in die Hände von Kleinkindern oder anderen Personenkreisen gelangen.

Eine Entsorgung über das Abwassersystem ist umweltschädlich und ebenfalls nicht erlaubt.

Daher gibt es für die ordnungsgemäße Entsorgung von Altmedikamenten im Landkreis Altenkirchen zwei alternative Entsorgungswege bzw. -möglichkeiten. Zum einen die Abgabe am Umweltmobil bei einem der über 200 Termine in jedem Jahr oder aber über die 30 Apotheken im Kreis.

Eine Datenerhebung am Jahresanfang 2016 hat gezeigt, dass derzeit ca. 80% der Apotheken über das sog. REMEDICA-System ihre Altarznei entsorgen. Da zwischenzeitlich fest stand, dass REMEDICA sein System nunmehr endgültig zum Jahresende 2016 einstellt, hat der Abfallwirtschaftsbetrieb nach einstimmiger Entscheidung im Werkausschuss spontan entschieden, als öffentlich-rechtlicher Entsorgungsträger des Landkreises ab dem 01.01.2017 nahtlos die entstehende Lücke zu schließen und ein Erfassungssystem für alle Apotheken im Landkreis zu entwickeln. Dabei wurde das neue Erfassungs- und Entsorgungskonzept eng mit den Vertretern des Apothekerverbands Rheinland-Pfalz e.V. Bernhard Pohlmann sowie Ruppert Groß abgestimmt. Die teilnehmenden Apotheken sind als markantes Zeichen mit einem eigens entwickelten Hinterglasaufkleber gekennzeichnet, um die Altmedikamentenannahmestelle nach außen hin zu dokumentieren.

Die Einsammlung der Altmedikamente bei den Apotheken wird der AWB mit eigenen LKW und eigenem Personal leisten. Die anschließende Entsorgung aller Altmedikamente erfolgt in einer dafür geeigneten Müllverbrennungsanlage, um dass Schadstoffpotential sicher zu eliminieren. Eine Selbstanlieferung am Umweltmobil ist natürlich auch weiterhin parallel möglich. Apothekerverband und AWB wünschen sich, dass durch das kunden- bzw. bürgerfreundliche System die Menge der erfassten Altmedikamente in 2017 noch weiter ansteigen wird.


Werkleiter Werner Schumacher und Abfallberaterin Melanie Henn überreichen Ruppert Groß offiziell den Aufkleber zur Kenntlichmachung als Altmedikamentenannahmestelle


Hier finden Sie eine Auflistung der Altmedikamentenannahmestellen im Landkreis Altenkirchen

filelink Altmedikamentenannahmestellen_LK_AK_pdf




Marktplatz / Tauschmarkt in der AWB Abfall-App und auf der Website

Rechtzeitig zur Europäischen Woche der Abfallvermeidung hat der Abfallwirtschaftsbetrieb Landkreis Altenkirchen seine beliebte Abfall-App und Website wiederum erweitert. „ABFALLVERMEIDUNG wird im Landkreis Altenkirchen schon immer groß geschrieben und das nicht nur in der Woche zur Abfallvermeidung“, so Werkleiter Werner Schumacher. Leider landen bundesweit nach wie vor viele funktionstüchtige und z.T. noch neuwertige Gegenstände in der Restabfalltonne oder beim Sperrabfall, weil sie nicht mehr benötigt werden. Eine andere Person könnte ggf. gerade diesen für Sie persönlich nutzlos gewordenen Gegenstand sehr gut brauchen oder hat nicht die finanziellen Mittel zum Kauf des neuen Produktes.

Tragen Sie diesem Ansatz der Bündelung von Angebot und Nachfrage folgend mit dazu bei, indem Sie den Online-Marktplatz/ Tauschmarkt zur Abfallvermeidung intensiv nutzen. Im Tauschmarkt können die Bürger ihren Hausrat zum Verschenken und Tauschen anbieten oder aber auch gewisse Gegenstände bzw. Sammelobjekte suchen. Beispielsweise seien an dieser Stelle Möbel, Spielzeug, Pflanzen, Elektrogeräte (funktionstüchtig) und Bücher genannt. Kommerzielle Ziele werden hierbei gerade nicht verfolgt. Mit der neuen Marktplatz/ Tauschmarkt-Funktion bei der Abfall-App bietet der AWB den Anwendern die Möglichkeit, auch auf dem Smartphone bequem ein Tauschmarkt-Inserat zu erstellen. Denn alle Gegenstände die über die Onlineplattform ein „neues Zuhause“ finden, müssen nicht aufwendig oder teuer entsorgt werden. Machen Sie mit und testen Sie mal die neuen Möglichkeiten an dieser Stelle.



Abfallwirtschaftsbetrieb hat neue Annahmestelle für Elektronikschrottkleingeräte in Neitersen
in Betrieb genommen


Der Abfallwirtschaftsbetrieb Landkreis Altenkirchen freut sich, dass nunmehr ab Montag dem 17.10.2016 eine neue Annahmestelle für Elektronikschrott-Kleingeräte bei der Fa. Bellersheim in Neitersen (am Sonderabfallzwischenlager) zur Verfügung steht.

Die Bürger können dort Elektrokleingeräte und Elektronikgeräte bis zu einer Größe von einem DIN A 4 – Blatt abgeben. Fernsehgeräte, Kühlgeräte, Drucker, Monitore, PCs und sog. Weiße Ware werden in Neitersen nicht angenommen sondern in Nauroth oder beim örtlichen Elektrofachhandel.

Die Anlieferungsanschrift lautet wie folgt: Rheinstraße 47, 57638 Neitersen

Öffnungszeiten sind immer montags:
8:00 bis 12:00 Uhr und 14:30 bis 16:30 Uhr
Telefon: 02681 802-830

Besitzer von alten oder defekten Elektro- und Elektronikgeräten sind auf Grund des Elektro- und Elektronikgerätegesetzes (ElektroG) verpflichtet, diese Geräte zu den vorgesehenen Sammelstellen (Handel oder Kommune) zu bringen oder bei der Elektroschrott-Sammlung abzugeben. Die Rückgabe der Geräte ist dabei kostenfrei.



Geschirrmobile im Landkreis Altenkirchen als Beitrag zur Abfallvermeidung


Ob Geburtstagsfeier, Straßenfest oder Adventskaffee - gefeiert wird das ganze Jahr hindurch zu den unterschiedlichsten Anlässen und in den ungewöhnlichsten Locations.

Fast immer ist eine Feierlichkeit auch mit gemeinsamem Essen und Trinken verbunden. Aber woher das Geschirr für so viele Gäste nehmen? Und - was noch schlimmer ist - wohin mit dem vielen „Abwasch“, wenn z.B. im Freien, auf der Straße oder in einer Hütte gefeiert wird, wo keine oder nur eine winzige Küche mit kleinem Spülbecken vorhanden ist?

Oftmals behilft man sich in diesem Fall mit Einweggeschirr. Aber mal ehrlich, wer isst schon gerne von einem Pappteller, bei dem man ständig Angst haben muss, dass er sich verbiegt und einem das ganze leckere Essen auf der Hose landet? Und aus einer Papptasse schmeckt der Kaffee auch nicht so richtig gut.

Ganz zu schweigen von dem immensen „Müllberg“ den man als Gastgeber nach so einer Feier zu beseitigen hat. Es ist kaum möglich beispielweise Pappteller ökologisch zu entsorgen, indem sich das Material wiederverwerten lässt. Da die Pappe mit Speiseresten beschmutzt ist, darf sie leider nicht in die blaue Papiertonne. So bleibt letztlich nur der Weg in den Restabfall. Da zahlt man gleich zweimal: Einmal bei der Anschaffung der Einwegartikel und dann noch einmal bei ihrer recht teuren Entsorgung.

Das muss aber nicht sein!

Im Kreis Altenkirchen gibt es als Alternative vier Geschirrmobile, die sich Vereine und Privatpersonen zur Ausstattung ihrer Feierlichkeiten ausleihen können. Die Geschirrmobile sind Kfz- Anhänger, welche jeweils mit einer Spülmaschine sowie etwa 150- 200 Gedecken und Besteck bestückt sind.

Damit können Sie Ihre Gäste nicht nur wesentlich stilvoller sondern auch umweltfreundlicher bewirten.

Alles was Sie zum Betrieb eines Geschirrmobils benötigen, sind ein Wasser- und ein Kraftstrom-anschluss.

Nach dem Essen kann das Schmutzgeschirr in der leistungsfähigen Spülmaschine sofort in kurzer Zeit gereinigt werden. Das saubere Geschirr wird dann wieder zurück in das Mobil gepackt und steht für seinen nächsten Einsatz bereit. Ganz ohne Produktion von Müll!

Wenn Sie das Geschirrmobil bei Ihrer nächsten Feier einmal ausprobieren möchten, wenden Sie sich bitte an folgende Kontakte:

VG Betzdorf-Gebhardshain: 0170 9920934  oder 02747 915757

VG Kirchen: 0151 65138959

VG Wissen: 02742 939-120



Feedbackmanagement-System zu Lob, Kritik und Anregungen

Erfolgreiche Unternehmen haben ihr Ohr immer sehr nahe am Kunden und nehmen Lob, Kritik sowie Anregungen der Kundschaft stets konstruktiv auf. Im übertragenen Sinne macht sich dies zukünftig auch der Abfallwirtschaftsbetrieb (AWB) noch mehr zu eigen.

Die beliebte Abfall-App sowie die Website des AWB wurden um ein „Anliegenformular“ ergänzt, was es allen Bürgern zukünftig einfacher macht, Anliegen wie beispielweise eine „nicht entleerte Mülltonne“ beim AWB einzureichen. Es erfolgt eine garantierte und zeitnahe Bearbeitung und der Bürger erhält stets ein „Feedback“ (eine Rückmeldung).

Intern kann der Abfallwirtschaftsbetrieb solche Anliegen auch gleich elektronisch an andere beteiligte Stellen wie tätige Entsorgungsunternehmen weiterleiten und die Bearbeitungseffizienz sowie –geschwindigkeit dadurch merklich erhöhen. Kontinuierliche statistische Auswertungsmöglichkeiten helfen Defizitschwerpunkte zu lokalisieren, um anschließend gezielter daran arbeiten zu können.
Nach einer mehrwöchigen Einführungsphase soll ein erstes Fazit gezogen werden. Der AWB ist stets bemüht, seinen Service kontinuierlich zu verbessern und hofft auf eine rege Nutzung der fortschrittlichen Neuerung.

Daneben ist eine telefonische Kontaktaufnahme sowie per Brief, Fax oder E-Mail selbstverständlich weiterhin möglich.



Recycling leicht gemacht -

Rücknahme und Recycling von gebrauchten PU-Schaumdosen

In Deutschland werden pro Jahr über 25 Millionen PU-Schaumdosen in den unterschiedlichsten Bereichen des Bauhandwerks verbraucht. Die vielseitigen Montageschäume sind bei Handwerkern ebenso beliebt wie bei Heimwerkern. Grund sind die herausragenden Dämmeigenschaften der Polyurethanschäume sowie ihre kosten- und zeitsparenden Verarbeitungsmöglichkeiten.

Doch wohin mit den PU-Schaumdosen nach ihrem Gebrauch?

Als gefährlicher Abfall gehören sie nicht in den Restabfall, Gelben Sack oder Baustellenmischabfallcontainer. Einzelne Dosen können Sie kostenfrei bei den teilnehmenden Baumärkten oder am Betriebs- und Wertstoffhof in Nauroth einfach und kostenfrei abgeben. Von dort aus werden sie zum Recycling zur PDR Recycling GmbH + Co KG im oberfränkischen Thurnau geschickt.

Größere Mengen (ab 12 Dosen) können Profianwender (Handwerksbetriebe) und Privatkunden auch im Original-Verkaufskarton sammeln und direkt bei PDR die kostenfreie Abholung anfordern. Sie erhalten dann gerne eine Entsorgungs-bestätigung mit Verwertungsgarantie.

Tel. 0800 7836736 Fax. 0800 7836737




Batterien gehören nicht in die Restabfalltonne

Im Jahr 2014 wurden in Deutschland 34.109 Tonnen Gerätebatterien in Verkehr gebracht. Dies entspricht über 1,55 Milliarden Stück. Das heißt, im Durchschnitt kauft jede Verbraucherin und jeder Verbraucher rund 20 Batterien pro Jahr.

Die Verbraucherinnen und Verbraucher sind gesetzlich verpflichtet, alle anfallenden Altbatterien beim Handel oder den weiteren Rücknahmestellen abzugeben. Sie gehören keinesfalls in den Hausmüll oder gar achtlos in die Umwelt. Darauf weist auch das Symbol der durchgestrichenen Mülltonne auf den Batterien beziehungsweise auf der Verpackung hin. Für die Sammlung haben die Hersteller von Gerätebatterien das gemeinsame Rücknahmesystem GRS Batterien (Stiftung Gemeinsames Rücknahmesystem Batterien) eingerichtet. Zusätzlich gibt es drei herstellereigene Rücknahmesysteme: CCR REBAT, ÖcoReCell und ERP Deutschland.

Der Handel ist verpflichtet, Altbatterien unentgeltlich zurückzunehmen. Die meist grünen Sammelboxen für die Rücknahme von Geräte-Altbatterien finden Sie beispielsweise in jedem Supermarkt, Discounter, Drogerie- oder Baumarkt, in dem Sie neue Gerätebatterien kaufen können. Der Abfallwirtschaftsbetrieb des Landkreises nimmt zusätzlich Batterien am Umweltmobil, der Kreisverwaltung/AWB oder am Betriebs- und Wertstoffhof in Nauroth an. Verbraucherinnen und Verbraucher können KFZ-Altbatterien bei den Vertreibern abgeben. Fahrzeugbatterien unterliegen grundsätzlich einer Pfandpflicht in Höhe von 7,50 Euro (brutto) je Stück. Industriebatterien, beispielsweise Antriebsakkus für Elektrofahrräder oder Pedelecs, können ebenfalls überall dort zurückgegeben werden, wo sie auch verkauft werden.

Die Rücknahmesysteme für Geräte-Altbatterien sind gesetzlich verpflichtet, bestimmte Mindestsammelquoten in ihrem System zu erreichen: 35 Prozent im Jahr 2012, 40 Prozent im Jahr 2014 und 45 Prozent im Jahr 2016. Im Jahr 2014 wurde für Geräte-Altbatterien in Deutschland insgesamt eine Sammelquote von 45,3 Prozent erreicht und somit die vorgegebene Quote erfüllt. Zurückgenommen wurden im gleichen Zeitraum 15.017 Tonnen Geräte-Altbatterien. Um die vorgeschriebenen Sammelquoten dauerhaft einhalten zu können und die Menge der gesammelten Batterien zu steigern, müssen nicht nur die Rücknahmesysteme funktionieren. Auch die Mitarbeit aller Bürgerinnen und Bürger ist hier sehr entscheidend.

2006 erließ die EU die Batterierichtlinie. Ihr Ziel ist es, die Umweltbelastungen durch Altbatterien zu reduzieren. In Deutschland wurde sie 2009 durch das Batteriegesetz (BattG) in nationales Recht umgesetzt. Das Gesetz gilt für alle Arten von Batterien und Akkumulatoren, die auch Akkus oder Sekundärbatterien genannt werden, also Fahrzeugbatterien, Industriebatterien und die aus dem Alltag bekannten Gerätebatterien und -akkus. Im Rahmen der Produktverantwortung verpflichtet das Gesetz die Hersteller und Importeure zur Rücknahme der anfallenden Altbatterien. Im Bereich der Gerätebatterien geschieht dies durch die Einrichtung von Rücknahmesystemen. Die Hersteller müssen die zurückgenommenen Altbatterien ordnungsgemäß verwerten und nicht verwertbare Altbatterien beseitigen. Darüber hinaus begrenzt das Gesetz den Einsatz von Quecksilber, Cadmium und Blei in neuen Batterien.


filelink GRS_Hinweisschild_Altbatterie_Ruecknahme.pdf


Sortieranleitung jetzt auch in arabischer Sprache verfügbar

Der Abfallwirtschaftsbetrieb (AWB) freut sich mitteilen zu können, dass die Sortieranleitung zur korrekten Befüllung der Mülltonnen im Landkreis Altenkirchen nunmehr auch in arabischer Sprache zur Verfügung steht. Gemäß Werkleiter Werner Schumacher hat es diesbezüglich einige Anfragen gegeben, denen der AWB hiermit sehr gerne nachgekommen ist. Die Sortieranleitungen in Deutsch und Arabisch finden Sie auf der Homepage des Abfallwirtschaftsbetriebes unter

www.awb-ak.de Rubrik „Aktuelles“

zum Herunterladen oder Ausdrucken. Die korrekte Befüllung der jeweiligen Abfalltonnen ist für die weitere Verwertung der Abfälle extrem wichtig und praktizierter Umweltschutz.

filelink Sortieranleitung_2016_-_deutsch

filelink Sortieranleitung 2016 - arabisch