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Wohin gehen die Abfälle im Landkreis Altenkirchen?

Abfallwirtschaft ist vielfältig und vielseitig - nicht alles ist "Abfall", vieles kann verwertet und wieder verwertet werden. Auch heute noch befindet sich die moderne Abfallwirtschaft in einem ständigen Wandel. Technologischer und wissenschaftlicher Fortschritt, aber auch die Knappheit der Rohstoffe erzwingen und fördern immer mehr neue Ideen und Möglichkeiten.

Hier zeigen wir Ihnen, welchen Weg die Abfälle im Landkreis Altenkirchen heute nehmen und was daraus wird. Und wir geben Antwort auf folgende Fragen: Wo steht der AWB im Vergleich? Warum ist es wichtig, sauber zu trennen und zu sammeln? Wie sehen heute Perspektiven der Zukunft aus?


Formen der Kreislaufwirtschaft

  1. Wiederverwendung Erneute Verwendung eines Produktes für den gleichen Zweck seiner Erstverwendung
    (Beispiel = Pfandflasche, Austauschmotor).
  2. Weiterverwendung Erneute Verwendung eines Produktes für einen anderen, von der Erstverwendung verschiedenen Zweck (Beispiel = Senfglas als Trinkglas, Farbeimer als Wassereimer)
  3. Wiederverwertung Erneuter Einsatz von Stoffen und Produkten in dem gleichen Produktionsprozess unter Formauflösung und -veränderung. (Altglas bei Glasherstellung, Metall bei der Metallherstellung)
  4. Weiterverwertung Einsatz von Stoffen und Produkten in neue Produktionsprozesse und deren Umwandlung in andere, neue Werkstoffe resp. Produkte (Kartonage aus Altpapier, Flüssigbrennstoff aus Kunststoffabfall durch Pyrolyse).

Verwertungsarten

  1. Stoffliche Verwertung Ist die Substitution von Rohstoffen durch das Gewinnen von Stoffen aus Abfällen (sekundäre Rohstoffe) oder die Nutzung der stofflichen Eigenschaften der Abfälle für den ursprünglichen Zweck oder für andere Zwecke mit Ausnahme der unmittelbaren Energierückgewinnung. Eine stoffliche Verwertung liegt vor, wenn nach einer wirtschaftlichen Betrachtungsweise, unter Berücksichtigung der im einzelnen Abfall bestehenden Verunreinigungen, der Hauptzweck der Maßnahme in der Nutzung des Abfalls und nicht in der Beseitigung des Schadstoffpotentials liegt.
  2. Werkstoffliche Verwertung Die Wiederaufarbeitung der Abfallmaterialien für den ursprünglichen Zweck oder für andere Zwecke mit Ausnahme der energetischen Verwertung oder der Beseitigung, wobei die chemische Struktur des wiederaufgearbeiteten Materials unverändert bleibt;
  3. Chemische oder rohstoffliche Verwertung Die Wiederaufarbeitung der Abfallmaterialien, außer der organischen Verwertung, für den ursprünglichen Zweck oder für andere Zwecke mit Ausnahme der energetischen Verwertung oder der Beseitigung, durch Veränderung der chemischen Struktur des Abfallmaterials und Rückführung der chemischen Bestandteile in das ursprüngliche Abfallmaterial.