Sperrabfall

Die Entsorgung von Sperrabfällen im Landkreis Altenkirchen führt leider immer wieder zu offenen Fragen oder kleineren Schwierigkeiten. Über diesen Pressebericht möchte der Abfallwirtschaftsbetrieb des Landkreises Altenkirchen helfen, die Informationsdefizite weiter abzubauen.

Zum Sperrabfall (oder Sperrmüll) zählen Möbel, sperrige Kunststoffgegenstände sowie Bodenbeläge. Diese müssen zudem von Hand verladen werden können (Kantenlänge max. 2m und max. Einzelgewicht 50 kg). Für Privathaushalte im Landkreis Altenkirchen ist die Sperrabfallentsorgung für bis zu 4 Abholungen im Jahr in den allg. Abfallentsorgungsgebühren enthalten. Sperrmüll anmelden und einen Termin erhalten geht ganz einfach per Online-Anmeldung, E-Mail, Schriftform oder Telefon. Wenn Sie einen besonders kurzfristigen Entsorgungstermin wünschen, können Sie auch unseren kostenpflichtigen Sperrabfall-Express-Service nutzen.

Zum Sperrabfall gehören insbesondere:

  • ausgediente Möbel jeglicher Art wie Schränke, Stühle, Tische, Polstermöbel, Liegen, Holzbettgestelle, Sprungrahmen, Matratzen usw.
  • sperrige Gegenstände aus Kunststoff, die mindestens so groß sind wie eine Getränkekiste bzw. nicht in eine 120l-Abfalltonne passen (z. B. Kinderrutsche, Sandkasten, großes Plastikspielzeug, Bobby Car, Gartenmöbel, Wäschekorb, Planschbecken, Pool etc.)
  • Stehlampen aus Holz/Kunststoff ohne Leuchtmittel
  • Kinderwagen, Sonnenschirme, Skier, Holzleitern, große Bilderrahmen
  • Teppiche und textile Fußbodenbeläge

Sperrmüll dieser Art wird in haushaltsüblichen Mengen (bis 2 m³; Anspruch einmal je Quartal) von dem AWB kostenlos abgeholt und umweltgerecht nach einer Sortierung entsorgt.

Nicht zum Sperrmüll zählen unbewegliche Gegenstände, die beim Umzug üblicherweise zurückbleiben, z. B. Paneele, sanitäre Einrichtungen, Parkettböden, Türen, Fenster, Geländer, Tapeten, Müllsäcke etc.

Metallgegenstände werden als Metallschrott separat und kostenlos abgeholt genau wie Elektro- und Elektronikgeräte. Dies geschieht in einer kombinierten Abfuhr.

Bitte achten Sie darauf, dass die Sperrabfallgegenstände möglichst erst am Abfuhrtag bis 6:00 Uhr oder aber frühestens am Abend zuvor ab 17:00 Uhr, und nicht schon einige Tage vorher ebenerdig und gut sichtbar an die Straße gestellt werden. Ansonsten wird der „Sperrabfallhaufen“ leider häufig durchwühlt und im Vorfeld beraubt. Genau aus diesem Grund gibt der AWB auch keine festen Termine öffentlich heraus, sondern jeder Bürger erhält einen individuellen Termin nach Anmeldung.

Die andere negative Erscheinung ist das „Dazustellen“ von weiteren Sperrabfallmengen. „Sofern dies z.B. unter Nachbarn abgesprochen ist und die Mengenbeschränkung weiterhin eingehalten wird“, stellt dies gemäß Werkleiter Werner Schumacher überhaupt kein Problem dar.

Wird jedoch die haushaltsübliche Menge überschritten oder gar Abfallarten hinzugestellt, welche nicht zur Sperrabfallfraktion zählen, erwächst ein größeres Problem, da diese Abfälle durch das beauftragte Entsorgungsunternehmen nicht mit abtransportiert werden. Es handelt sich dann um sog. „Wilde Müllablagerungen“, welche zur Anzeige gebracht werden können und ein empfindliches Bußgeld im vierstelligen EURO-Bereich nach sich ziehen können. Gemäß Satzung sind Bußgelder bis zu 5.000 € möglich bei erwiesenen Gesetzesverstößen.

Somit ein klarer Apell des AWB an ein faires Miteinander an dieser Stelle. Weitere Fragen zur Sperrabfallentsorgung beantwortet Ihnen gerne der Bürgerservice des AWB unter der Durchwahlnummer: 02681 81-3033

Im Landkreis Altenkirchen werden jährlich ca. 5.300 t Sperrabfall gesammelt.

Der gesammelte Sperrabfall wird in einer Sortieranlage in folgende Wertstoffe getrennt:

  • Holz: das gesammelte Holz wird energetisch verwertet
  • Metall: werden geschreddert und in einer Eisenhütte zu neuem Stahl verarbeitet
  • Textilien: EBS (Ersatzbrennstoffaufbereitung oder in Verbrennungsanlagen)
  • Kunststoffe: werden in einer Verbrennungsanlage zur Energiegewinnung eingesetzt
  • Restsperrabfall: wird in einer Verbrennungsanlage zur Energiegewinnung eingesetzt

Metalle (Fahrräder, Roller, Schreibtischstühle, Regale, Stahlschränke, Gestelle von Gartenpavillons, Nähmaschinen, Sat-Schüsseln, alle Möbelteile aus Metall etc.) werden getrennt vom restlichen Sperrabfall zu einem gesonderten Termin, 4 x im Jahr, gemeinsam mit den Geräten des Elektronikschrotts am Grundstück abgeholt.

Als Ersatz für die Abholtermine am Grundstück, ist es auch möglich viermal pro Jahr (1x im Quartal), 2 m³ Sperrabfall am Betriebs- und Wertstoffhof Nauroth ohne zusätzliche Kosten anzuliefern. Diese Anlieferungen müssen ebenfalls unbedingt beim AWB vorher angemeldet werden.

Sperrabfall können Sie hier anmelden!

Definition:
Sperrabfälle sind alle Abfälle aus Haushalten die nicht im festen Verbund mit dem Haus sind und durch Größe und Beschaffenheit ohne Hilfsmittel nicht in die Graue Restabfalltonne eingefüllt werden können (außer Elektronikschrott).

Was gehört zum Sperrabfall?

  • Bodenbeläge
  • Federbetten
  • Matratzen
  • Möbel 

Wichtig:
Elektronikschrott gehört nicht zum Sperrabfall.

Intakte Elektrogeräte, Fahrräder, Matratzen, Bettwäsche und Möbel werden von den Organisationen „Jungenthaler Börse“ und „Prisma Westerwald“ nach Absprache entgegen genommen.

Jungenthaler Börse des Caritasverband
Grindeler Straße 2
57548 Kirchen-Grindel
Tel.: 02741 63617

Infos zum Sperrabfall

Abfuhrhäufigkeit:
1 mal pro Quartal und Haushalt

Abfuhrmenge:
2 m³ pro Haushalt

Bereitstellung:
Ab 6.00 Uhr morgens an den angemeldeten Grundstücken

Anmeldung des Sperrabfalls:
Bürgerservice: 02681 81-3033
oder direkt über das Internet anmelden.