Wertstoff Bioabfall

Die Bioabfalltonne ist fester Bestandteil des Abfallwirtschaftskonzeptes des Landkreises Altenkirchen. Die Sammelmenge an reinen Bioabfällen beträgt pro Jahr rund 21.000 t.

Was wird in der Bioabfalltonne gesammelt
In der Bioabfalltonne werden organische Abfälle getrennt erfasst und anschließend zu hochwertigem Kompost verarbeitet. Für die Qualität der Verarbeitung des Bioabfalls ist es besonders wichtig, dass keine Störstoffe wie Kunststoff, Glas, Metall oder andere nicht verrottbare Stoffe in die Bioabfalltonne gelangen. Die Störstoffe müssen unter großem Kostenaufwand aussortiert und teuer entsorgt werden.

Störstoffe in der Bioabfalltonne
Leider wird die Bioabfalltonne oft als Restabfalltonne oder Ersatz für fehlendes Vorhaltevolumen der Gelben Tonne mißbraucht. Die Einsammlungsqualität der im Landkreis Altenkirchen mit der Bioabfalltonne gesammelten organischen Abfälle noch verbesserungswürdig.

Alle Anschlussnehmer sind deshalb eindringlich aufgefordert, die Bioabfalltonne nur mit organischen Abfällen zu befüllen. Letztendlich kann nur so auf Dauer die bisher recht kostengünstige Entsorgung der Bioabfälle weiterhin gewährleistet werden.

Der richtige Umgang mit der Bioabfalltonne
Zum richtigen Umgang mit der Bioabfalltonne gehört die ausschließliche Befüllung mit organischen Abfällen. Die Bioabfälle dürfen nicht in Plastiktüten verpackt werden. Kunststoffe verrotten nicht. Hingegen sollten Papiertüten und Zeitungspapier zum verpacken verwendet werden. So werden im Übrigen im Sommer auch Madenbildung und unangenehme Gerüche verhindert. Durch lockere und nicht verdichtete Befüllung wird die vollständige Entleerung der Biotonne gesichert. Weitere Tipps zu diesem und anderen Themen der Abfallwirtschaft können im Umweltkalender nachgelesen werden.

Abfallberatung
Darüber hinaus steht den Bürgerinnen und Bürgern die Abfallberatung des Abfallwirtschaftsbetriebes Herr Erich Seifner (02681 81-3070) zur individuellen Beratung gerne zur Verfügung.

Informationsmaterial
Der Abfallwirtschaftsbetrieb hält diverse kostenfreie Informationsmaterialien bereit, die beim Abfallwirtschaftsbetrieb telefonisch oder schriftlich angefordert werden können. Eine kurze E-Mail genügt: abfallberatung@awb-kreis-ak.de

Hinweis:
In der Bioabfalltonne dürfen keine kompostierbaren Biobeutel aus Kunststoff (meist auf Maisstärkebasis) entsorgt werden. Es besteht dabei die Gefahr, dass die Bioabfalltonne wegen Fehlbefüllung nicht entleert wird. Diese vermeintlichen Bio-Kunststoffbeutel müssen in der Kompostieranlage aufwändig und kostenintensiv per Hand aussortiert werden, da sie im Verwertungsprozess stören.

Braune Bioabfalltonne

Was gehört in die braune Bioabfalltonne?

Küchenabfälle

  • Brot- und Gemüse
  • Eierschalen
  • Fischgräten
  • Kartoffelschalen
  • Knochen
  • Lebensmittelreste
  • Obstreste
  • Schalen von Südfrüchten
  • Speiseabfälle, -reste
  • Tee, Kaffeefilter/-satz
  • Zwiebelschalen
  • Fleischreste

Gartenabfälle

  • Baum-, Strauch- und Rasenschnitt
  • Blumenerde
  • Moos
  • Schnitt-, Topfblumen


Sonstige organische Abfälle

  • Küchenpapier
  • Nagelschnitt
  • Papiertaschentücher/ -servietten
  • Stroh

Hinweis:

Seit dem 01.01.2017 gilt auch für die sogenannten Eigenkompostierer die Anschlusspflicht an die Bioabfalltonne.

Neben den bisherigen Gefäßgrößen wurde auch eine 60-Liter-Eigenkompostierertonne für Bioabfälle eingeführt. Gleichzeitig wurde die Anschlusspflicht für alle Hausgrundstücke eingeführt. Die bisherigen Befreiungen von der Biotonne für Eigenkompostierer sind aufgehoben. Die neuen Tonnen werden– wie schon bisher die Gefäße mit einer Größe von 120 bzw. 240 Litern – alle 14 Tage abgefahren. Der Kreis trägt damit der gesetzlichen Regelung Rechnung, dass alle Hausgrundstücke an die Bioabfallerfassung anzuschließen sind. Im Kreis Altenkirchen sind etwa 94 Prozent der Grundstücke mit Biotonnen ausgestattet. Etwa 2.600 Haushalte waren bis Ende 2018 wegen Eigenkompostierung befreit. Mit der Erweiterung der Anschlusspflicht will der Abfallwirtschaftsbetrieb die Eigenkompostierung nicht verwehren, sondern vielmehr weiterhin fördern. Auch nach Einführung der kleinen Tonne für Eigenkompostierer bleibt ein finanzieller Anreiz bestehen.

Tipps rund um die braune Bioabfalltonne

Tipps zur Vermeidung von Geruchsproblemen:

Bezüglich der braunen Bioabfalltonne gibt es einige Punkte, deren Beachtung vor allem während der heißen Sommerzeit ratsam sind:

  • den Boden der Tonne mit Zeitungspapier auslegen
  •  Lagen mit Zeitungspapier zwischen die Bioabfälle legen
  • Strukturmaterial verwenden (Stroh, Grünschnitt, Hobelspäne)
  • die Tonne nicht in die pralle Sonne, sondern schattig, stellen


Ratschläge für die Winterzeit:

Da biologische Abfälle in aller Regel sehr feucht sind, gefrieren die Abfälle in kalten Winternächten an den Innenseiten der Gefäße gerne fest. Dadurch rutschen die Abfälle bei der Leerung oftmals nicht aus den Tonnen heraus. Die Tonne sollte daher bei der Befüllung an den Seiten mit Papier oder Pappe ausgelegt werden. Besonders nasse Abfälle sollten am besten direkt in Zeitungspapier eingewickelt werden.

Hinweis:

Grünabfälle, Ast- und Rasenschnitt bis 2m³ können ohne vorherige telefonische Voranmeldung fünfmal jährlich kostenlos über die Grünschnittabfuhr entsorgt werden. Sie haben jedoch auch die Möglichkeit, Grünabfälle am Betriebs- und Wertstoffhof in Nauroth kostenfrei abzugeben.

Infos zur braunen Bioabfalltonne

Einführung:
01.11.1991

Tonnenart:
MGB-braun

Tonnengrößen:
120 l und 240 l

seit dem 01.01.2017 60 l nur für Eigenkompostierer

Vorhaltevolumen:

  • Haushalte: 15 l pro Person und Woche
  • Gewerbe/gewerbeähnliche Einrichtungen auf Anfrage